UA-82641354-1
Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.
  • WER WIR SIND
  • WAS WIR WOLLEN
  • WAS WIR TUN
  • WAS WIR ERREICHT HABEN
  • Wieso wir 2014 den Bürgerantrag für gescheitert erklärt haben:
      Ganzen Eintrag  lesen

Wir verstehen uns als eine parteiunabhängige Gruppe von Bürgern aus Passau u. Umgebung, die sich aus Protest gegen den Atomausstiegs ...

Was wir wollen:

Wir setzen uns aktiv für die Umsetzung des Atomausstiegs u. die Energiewende vor Ort ein und unterstützen den Wechsel zu wirklichen Ökostromanbietern („Passau Strom ohne Atom“) ....

Was wir tun:

Wir vernetzen Gleichgesinnte bei monatlichen Stammtischen  zu  Themen wie Klimaschutz, Gefahren der Nukleartechnik, Energiesparmaßnahmen, Energieeffizienz, Speichertechnik usw...

Was wir erreicht haben:

-   dass - dank der ÖDP -  die Stadtwerke Passau (SWP) die städtischen Liegenschaften ab Januar 2011ausschließlich mit Strom aus Wasserkraftwerken versorgen,

-   dass sich der Atomstromanteil des örtlichen Energieversorgers zwischen 2012 und 2014 von 30%  auf 21,6%  verringert hat,

- dass ....

Wieso wir 2014 den Bürgerantrag für gescheitert erklärt haben:

- weil die Umsetzung des Stadtratsbeschlusses  n i c h t  erfolgt ist:
         Ganzen Eintrag  lesen

 


 Und so kann jeder die Energiewende weiter beschleunigen:


Wechsel zu einem der vier 
"bundesweiten grünen Energieversorger",

  • die schon heute keinen Atomstrom verkaufen (und auch noch nie verkauft haben).

 

Aktuelle Termine

 


Auf Elektrischer Kreuzfahrt durch Deutschland

 
Morgen am 10.08.2016
gehts los..

Ruth und Mäc wexeln - Reiseblog von zwei Energienetzwerkern

 
 

 

 


   

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Auf elektrischer Kreuzfahrt | Tag 13

Veröffentlicht am 23.08.2016

Totaler Overload...

...allerdings nicht an kW, sondern an – Aquarien!

Doch der Reihe nach. Martin, unser Gastgeber, scheint schon aus dem Haus, als wir rauskriechen (er erzählte mir, dass seine Mama zu sagen pflegte: „Nach 8 fängt man zu stinken an”). Gefrühstückt wird ganz fruchtig-käsig in der Hansestadt zwischen Ozeaneum und Ostsee. In Ersteres tauchen wir dann die kommenden 5 Stunden ein. Tja, was soll ich sagen, auf den nun folgenden 8000 qm Ausstellungsgestaltung von Weltformat kann man sich als kleiner Szenograf schon mal ziemlich popelig vorkommen. Hier ist wirklich alles bis ins Detail perfekt. Inszenierungen, Materialwahlen, Typografie, Modellbau, Fotografie, Illustrationen, Didaktik, Lichtsetzung, Wegeführung, Interaktives ...oh je oh je! Und dann die Aquarien! Da jagt ja ein Superlativ den anderen!

 

Das Ozeaneum. Schauwerte und Schauwertes ohne Ende.Das Ozeaneum. Schauwerte und Schauwertes ohne Ende.

 Ein paar Tipps für den Besuch:

- Man sollte schon vor halb 10 am Eingang stehen oder so wie wir die Tickets online lösen. Die beeindruckende Besucherschlange, die bis zum Nachmittag nicht mehr abreißt, hätte uns vermutlich abgeschreckt (über eine halbe Million pro Jahr!).

- Unbedingt den ganzen Tag einplanen mit 1 Stunde Erholungspause.

- Wir haben statt im zugehörigen Parkhaus ca 500m südlich kostenlos geparkt und dann den gesparten Zehner brav in die Greenpeace-Box am Ende der Ausstellung geschmissen.

- Das Kombiticket, das den Besuch im Meeresmuseum einschließt, sollte nur gekauft werden, wenn jenes an einem anderen Tag besucht werden kann. Man ist nach dem Ozeaneum einfach nicht mehr aufnahmefähig.

 

Ruth auf Tauchgang durch die 160 Aquarien des Tages.Ruth auf Tauchgang durch die 160 Aquarien des Tages.

 

Nun, wir haben so ein Kombiticket gelöst und nur diesen einen Tag Zeit. Und als wir nach einer kulinarischen Pause im Hühnergott (schnuckeliges Lokal im Rathaus) auch noch das Meeresmuseum mitnehmen, kommts definitiv zur Überladung. Ich taumle nur mehr an den über 60 Aquarien vorbei, und Ruth: „I kann koa Texte mehr lesen und koa Knöpferl mehr drucka.” Dabei hat auch das Meeresmuseum seine Reize. Nicht das veraltete Ausstellungsdesign, mehr die Architektur (in der alten Katharinenkirche) und die Präsentation mit DDR-Nostalgie bieten neue Blickfänge.

 

Was für ein Bild: Finnwal, schwebend im Chor der gotischen Kirche.Was für ein Bild: Finnwal, schwebend im Chor der gotischen Kirche.

 

In beiden Museen erhält auch die Aufklärungsarbeit genügend Raum, wo unsere Verantwortung liegt, dass durch Überfischung und Vermüllung das Leben im Meer von Plastik abgelöst wird. Nur drei Punkte in dem Zusammenhang, dann hör ich eh schon wieder auf: Mittlerweile weisen manche Meeresgebiete pro Anteil Plankton bis zu sechs Anteile Plastik auf / 5 Plastikteppiche in Kontinentalgröße treiben schon auf unseren Weltmeeren / Pro Kilo industriell gefangenem Fisch werden 8 bis 15 Kilo mitgefangene Tiere einfach weggeschmissen. Verzweifelt und mit grummelndem Magen schleiche ich danach an den vielen Fischbrötchenständen vorbei. Als dann abends bei unserer Einkehr im Fischermann´s sogar der Name des Fischers neben dem Gericht steht, gibt’s kein Halten mehr! Was für ein Genuss! Und alles mit einigermaßen gutem Gewissen und Blick auf das ewige Meer.

 

Ach ja, die Ladung des heutigen Tages: Da wir es mit unserem Wagen wagen, erst nach Feierabend an der örtlichen Ladesäule aufzukreuzen, muss Ruth mit dem Bereitschaftsdienstler der Stadtwerke Stralsund telefonieren und sich mit einer bisher nicht dagewesenen Arroganzia konfrontieren: „Im wahren Leben müssten Sie vorher schon die Karte besorgt haben...” / „...da muss man die Fahrt eben vorher gut planen...” / blablabla. Dem müsste man mal den Touristenknigge a bisserl um die Ohren hauen. Immerhin klappt das Laden und wir können morgen mit gutem Gefühl die Fahrt in heimatliche Richtung antreten.