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Wir verstehen uns als eine parteiunabhängige Gruppe von Bürgern aus Passau u. Umgebung, die sich aus Protest gegen den Atomausstiegs ...

Was wir wollen:

Wir setzen uns aktiv für die Umsetzung des Atomausstiegs u. die Energiewende vor Ort ein und unterstützen den Wechsel zu wirklichen Ökostromanbietern („Passau Strom ohne Atom“) ....

Was wir tun:

Wir vernetzen Gleichgesinnte bei monatlichen Stammtischen  zu  Themen wie Klimaschutz, Gefahren der Nukleartechnik, Energiesparmaßnahmen, Energieeffizienz, Speichertechnik usw...

Was wir erreicht haben:

-   dass - dank der ÖDP -  die Stadtwerke Passau (SWP) die städtischen Liegenschaften ab Januar 2011ausschließlich mit Strom aus Wasserkraftwerken versorgen,

-   dass sich der Atomstromanteil des örtlichen Energieversorgers zwischen 2012 und 2014 von 30%  auf 21,6%  verringert hat,

- dass ....

Wieso wir 2014 den Bürgerantrag für gescheitert erklärt haben:

- weil die Umsetzung des Stadtratsbeschlusses  n i c h t  erfolgt ist:
         Ganzen Eintrag  lesen

 


 Und so kann jeder die Energiewende weiter beschleunigen:


Wechsel zu einem der vier 
"bundesweiten grünen Energieversorger",

  • die schon heute keinen Atomstrom verkaufen (und auch noch nie verkauft haben).

 

Aktuelle Termine

 


Auf Elektrischer Kreuzfahrt durch Deutschland

 
Morgen am 10.08.2016
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Ruth und Mäc wexeln - Reiseblog von zwei Energienetzwerkern

 
 

 

 


   

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

URANIUM - Film Festival Passau

Veröffentlicht am 06.10.2014

Ort: Scharfrichter Kino   -  06. Okt. - 03. Nov 2014 

In Zusammenarbeit mit dem Energienetzwerk Passau und der ÖDP

08.10.2014

Mit Filmen gegen das Vergessen

Das internationale ,,Uranium Film Festival‘‘ aus Rio de Janeiro erstmals in Passau

  

Dem Filmfestival und seinen Machern Márcia Gomes de Oliveira (3.v.l.), Susanne Vesper (4.v.l.) und Norbert G. Suchanek (3.v.r.) wünschte Bürgermeister Urban Mangold (5.v.r.) viel Erfolg. − Foto: Pilsl

 

Brasiliens Regierung plant den Neubau zahlreicher Atomkraftwerke, während Deutschland in Sachsen und Thüringen noch heute gegen den radioaktiven Abfall der ehemaligen Uranmine Wismut kämpft. Das war eindrucksvoll im Dokumentarfilm ,,Yellow Cake" des deutschen Filmemachers Joachim Tschirner zu sehen, mit dem am Montag das internationale ,,Uranium Film Festival’’ im Scharfrichterkino eröffnet wurde.

Das Festival ist zum ersten Mal in Passau, nachdem es davor bereits in anderen Städten wie Lissabon, Mumbai, New York und Berlin zu sehen war. Es ist das einzige Filmfestival weltweit, das sich rein auf die Atomkraft und ihre Auswirkungen auf gesellschaftlicher, gesundheitlicher und ökologischer Ebene fokussiert. Die Gründer sind Norbert G. Suchanek und Márcia Gomes de Oliveira. Beide wohnen in Rio und wollten sich im Jahr 2010 gegen die atomaren Ausbaupläne der Regierung wehren. Ein Jahr später fand das Festival erstmals dort statt, kurz vor der Katastrophe in Fukushima.

Suchanek und Gomes ist es wichtig, gegen das Vergessen zu kämpfen und das Bewusstsein der Menschen für die Risiken dieser Energiegewinnung zu schärfen. Mit Susanne Vesper vom Scharfrichterkino haben sie für Passau 13 Filme ausgesucht, die in fünf Ländern produziert worden sind. Zum Teil wurden sie wegen der kurzfristigen Zusage im englischsprachigen Original ohne Untertitel präsentiert.

,,Filme sind der beste Weg, die moderne Gesellschaft für das Thema zu sensibilisieren", sagt Suchanek, der seine Arbeit wie Gomes de Oliveira rein ehrenamtlich aus Überzeugung macht. Unterstützt werden sie neben Vesper von Ruth Geiger und Kurt Seil vom Energienetzwerk Passau. ,,Wir versuchen unserer Verantwortung gegenüber der nächsten Generation gerecht zu werden ‘‘, erklärt Geiger.

Bürgermeister Urban Mangold freute sich über den mit rund 60 atomkritischen Besuchern vollen Kinosaal. Er selbst hatte Suchanek gebeten, das Festival heuer nach Passau zu bringen.Mangold erinnerte bei seiner Begrüßung daran, dass auch die alte Bundesrepublik große Pläne zum Uranbergbau geschmiedet hatte. Diese waren wegen der schon damals bekannten Gefahren verworfen worden. Diese Gefahren nun auf andere Länder abzuwälzen, sei eine Verachtung der Menschenrechte. Das Thema dürfe nicht immer nur nach den großen Katastrophenfällen behandelt werden: "Wichtig ist, den öffentlichen Druck aufrecht zu erhalten.‘‘

 


 

16.10.2014

Vom Ende der Welt

,,The Final Picture" zeichnet das Bild nach einem globalen Atomkrieg

von Chantal Pilsl

  

Sie unterstützen das Projekt von Regisseur von Hohenberg (r.): Susanne Vesper vom Scharfrichterkino (l.) und Ruth Geiger vom Energienetzwerk. − Foto: Pilsl

 

Was passiert, wenn sich Supermächte dazu entscheiden, die Atombombe zu zünden? Das beängstigende Ergebnis hat Regisseur Michael von Hohenberg in seinem Spielfilm "The Final Picture" am Dienstagabend im Rahmen des Uranium Film Festivals im Scharfrichterkino vorgeführt.

25 Atombomben werden im Film allein über Deutschland abgeworfen. Diese Rahmenhandlung ist fiktiv, deren mögliche Konsequenzen aber sind durchaus real: kaputte Infrastrukturen, aufgelöste politische Systeme, verstrahlte Lebensmittel, Lagerkoller. Der Film konzentriert sich auf eine ländliche Region im fränkischen Fichtelgebirge, die lediglich von den Folgen eines Einschlags in der nächsten Stadt betroffen ist. Ein Teil der Bevölkerung flüchtet in einen Schutzbunker. Es dauert nicht einmal drei Wochen, bis die Verbliebenen realisieren, dass es kein Leben danach geben wird. Dramaturgisch herausgegriffen ist das Schicksal eines jungen Pärchens, das sich am Ende für den gemeinsamen Freitod bei sich zu Hause entscheidet. Dort machen sie ein letztes Foto.

,,Ich wollte damit sagen: Leute, überlegt euch genau, was ihr mit den Dingern macht", erklärt von Hohenberg. ,,Es heißt immer, Atombomben werden für den Frieden gebaut. Welche Waffe wird schon für den Frieden gebaut?" Für so einen Katastrophenfall ist kein System der Welt ausgerichtet. Von Hohenberg zeigt im Verlauf der Handlung, dass Politik und Hilfswerke machtlos sind.

Die Idee zum Film hat der 40-jährige aus Weißenstadt lange mit sich herumgetragen. Das Drehbuch war schnell geschrieben. Von Hohenberg, der selbst eine Ausbildung zum Schauspieler gemacht hat, rief Freunde, Kollegen und Medienstudenten zusammen. Geld hatte er keines zu bieten, dafür eine Menge Spaß. Innerhalb von zwei Wochen waren die Szenen fertig. Das Budget inklusive Schnitt und Farbkorrekturen: 15000 Euro. Geholfen haben ihm lokale Sponsoren. 5000 Euro hat er aus eigener Tasche bezahlt, weil ihm das Projekt so wichtig war.

Von Hohenberg gefällt es, sich als Regisseur ,,auf extremen Wegen auszuprobieren" – das heißt in diesem Fall mit geringem Budget und unerfahrenen Amateuren zu arbeiten. Ihnen gibt er eine Chance, neben Profi-Schauspielern wie Michael Schwarzmaier erste Erfahrungen zu sammeln.

Für "The Final Picture" bekam von Hohenberg dieses Jahr beim Uranium Film Festival in Rio den ,,Yellow Oscar" verliehen. In den Augen der Jury der beste Film, der die Folgen greifbar macht und das Szenario auf reale Weise vorführt.

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