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  • Wieso wir 2014 den Bürgerantrag für gescheitert erklärt haben:
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Wir verstehen uns als eine parteiunabhängige Gruppe von Bürgern aus Passau u. Umgebung, die sich aus Protest gegen den Atomausstiegs ...

Was wir wollen:

Wir setzen uns aktiv für die Umsetzung des Atomausstiegs u. die Energiewende vor Ort ein und unterstützen den Wechsel zu wirklichen Ökostromanbietern („Passau Strom ohne Atom“) ....

Was wir tun:

Wir vernetzen Gleichgesinnte bei monatlichen Stammtischen  zu  Themen wie Klimaschutz, Gefahren der Nukleartechnik, Energiesparmaßnahmen, Energieeffizienz, Speichertechnik usw...

Was wir erreicht haben:

-   dass - dank der ÖDP -  die Stadtwerke Passau (SWP) die städtischen Liegenschaften ab Januar 2011ausschließlich mit Strom aus Wasserkraftwerken versorgen,

-   dass sich der Atomstromanteil des örtlichen Energieversorgers zwischen 2012 und 2014 von 30%  auf 21,6%  verringert hat,

- dass ....

Wieso wir 2014 den Bürgerantrag für gescheitert erklärt haben:

- weil die Umsetzung des Stadtratsbeschlusses  n i c h t  erfolgt ist:
         Ganzen Eintrag  lesen

 


 Und so kann jeder die Energiewende weiter beschleunigen:


Wechsel zu einem der vier 
"bundesweiten grünen Energieversorger",

  • die schon heute keinen Atomstrom verkaufen (und auch noch nie verkauft haben).

 

Aktuelle Termine

 


Auf Elektrischer Kreuzfahrt durch Deutschland

 
Morgen am 10.08.2016
gehts los..

Ruth und Mäc wexeln - Reiseblog von zwei Energienetzwerkern

 
 

 

 


   

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Energiegewinnung durch Schiffmühlen

Veröffentlicht am 12.06.2014

Dr. Werner Kraus

Schiffmühlen.

Die Wiederkehr einer historischen Form der Energiegewinnung

Dr. Werner Kraus, Passau

Das energetische Potential der Fließkraft von Gewässern wird von Menschen seit mehr als 2500 Jahren genutzt. Auch in Passau war Wasserkraft die wichtigste Energieform im vorindustriellen Zeitalter und bis heute produzieren die zwei stadtnahen Kraftwerke Kachlet und Ingling einen ansehnlichen Teil der elektrischen Grundlast der Stadt. Gleichwohl rauschen Millionen von Kilowattstunden täglich ungenutzt an der Stadt vorbei.

Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts standen auf dem Inn in Passau 5 Schiffmühlen. Die erste urkundliche Erwähnung einer Schiffmühle in Passau ist aus dem Jahr 1160 überliefert, d.h. Schiffmühlen, deren Existenz heute vergessen ist, erzeugten über 700 Jahre den Löwenanteil der in der Stadt benötigten Energie. Schiffmühlen sind auf einer verankerten, schwimmenden Plattform errichtete Mühlen. Zwischen einem zum Ufer hin gelegenen Hauptschiff und einem flusswärts platzierten Weitschiff befindet sich ein unterschlächtiges Wasserrad, das durch die Hydrokinetik des Flusses angetrieben wird. Auf diesen Mühlschiffen wurde ein großer Teil des in Passau benötigten Getreides zu Mehl gemahlen und somit die Grundernährung der Bevölkerung sichergestellt.

Im Zuge der Industrialisierung wurden die Schiffmühlen durch effektiveren Anlagen abgelöst und das Prinzip ihrer Energieerzeugung vergessen. Seit einigen Jahren machten sich engagierte Ingenieure aber wieder Gedanken darüber, wie Kleinkraftwerke, die nach dem Prinzip der alten Schiffmühlen arbeiten, heute aussehen könnten. Und sie haben schöne Erfolge vorzuzeigen. Moderne Materialien und neue Technologien ermöglichen auf ihrer Grundlage die Erzeugung von Strom. Es ist der grundsätzliche Vorteil einer Wasserkraftanlage nach dem Schiffmühlenprinzip, dass sie keinerlei Veränderungen im Flusslauf (Flussbett, Uferbefestigung etc.) verlangt, sondern dort verankert werden kann wo sie benötigt wird. Ideale Standorte sind das Unterwasser von Flusskraftwerken, da dort sowieso kein Schiffsverkehr besteht. Als Module können sie zu Verbänden zusammengesetzt werden und damit zur Grundlasterzeugung von elektrischer Energie beitragen.

Der Vortrag beginnt mit einem spannenden Kapitel Heimatkunde, streift die Technikgeschichte und endet mit der Vorstellung konkret existierender Lösungen für die lokale Stromerzeugung in der Dreiflüssestadt Passau.